Moderne Herrenfrisuren für alte Altersklassen
Wer sich einmal in den aktuellen Frisurenkatalogen oder im Internet umschaut, wird feststellen, dass sich viele moderne Frisuren für Herren gar nicht so wagemutig ausnehmen. So kommt ein korrekter Kurzhaarschnitt, vielleicht mit einem geraden Seitenscheitel, eigentlich nie aus der Mode. Entscheidend sind die Schnitttechnik und das Styling, die einen biederen Haarschnitt zu einer modernen Frisur machen. Eine kleine freche Strähne oder ein bisschen Gel verleihen dem Haarschopf Pep und passen zu aktuellen Mode. Gerade Männer, die einen Anflug von Dandy haben, wirken damit sehr charmant.
Sehr beliebt ist der raspelkurze Schnitt, der markante Gesichtszüge unterstreicht und zudem sehr praktisch ist. Viele Stars, darunter zahlreiche Sportler, machen es vor und lassen sich die Haare auf Millimeterkürze scheren. Dieser sogenannte Military-Look wird schon seit einigen Jahren gern getragen und ist besonders Herren mit schütterem Haar zu empfehlen. Rundgesichtige oder pausbäckige Männer sollten diese Mode aber lieber nicht mitmachen, sie ist für sie nicht kleidsam. Unter Kurzhaarschnitt fallen im Übrigen alle Frisuren, bei denen die Haare bis zu den Ohren reichen. Wichtig für eine gut sitzende Frisur ist´zudem die Pflege, die sich auch immer mehr Männer gönnen. Nur mit Haarshampoo ist es eben nicht getan. Schon früher verwendeten gepflegte Zeitgenossen Haarpomade oder Brillantine, um ihre Frisur in Form zu halten und den Haaren einen Glanz zu geben.
Mittellange Haare mit kürzeren Nacken- oder Seitenpartien sehen meist bei vollerer Haarpracht gut aus. Hier lässt sich mit Styling in Form von Schaum und Wachs ein ganz individueller und auch immer wieder abwandelbarer Look zaubern. Colorationen, manchmal nur vereinzelte Strähnen, setzen interessante Akzente und verleihen dem Träger entweder einen rebellischen oder auch eine romantischen Touch. Es hängt vielfach von der Länge des Ponys ab, welches Image man verkörpert – und natürlich vom Kleidungsstil.
Auch der Retrostil setzt sich wieder durch, zum einen in Form der Tolle, die in den 50er-Jahren von den Jugendlichen getragen wurde, die sich für den Rock ‘n’ Roll begeisterten. Heute steht die Tolle nicht mehr bretthart über der Stirn, sondern wird weicher frisiert und darf sich auch bewegen. In den 60er-Jahren kamen die sogenannten Pilzköpfe in Mode, auch dieser Trend wird heute wieder aufgenommen, eignet sich aber eher für ganz junge Gesichter ohne starken Bartwuchs. Selbst die lange belächelte “Vokuhila” mit üppig wallendem Nackenhaar findet wieder Anhänger. Als modern und stylisch werden Frisuren aber nur dann empfunden, wenn sie wirklich zu ihrem Träger, seinem Lebensumfeld und seinem Kleidungsstil passen. Alles Andere wirkt leicht gewollt oder deplatziert. Wenn man allerdings zu einer bestimmten Gruppe gehört, hat man auch einen bestimmten Stil zu repräsentieren, sei es nun in der Gothic-Szene oder als Hip-Hop-Fan. Erwähnt sei noch der ausgesprochen aparte Emo-Style, der junge Männer wie japanische Comicfiguren erscheinen lässt.
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